IN KÜRZE

Lucke lehrt wieder an Uni Hamburg

von Redaktion

Zum zehnten Jahrestag seines Bestehens registriert das Opfertelefon des Weißen Rings eine stark steigende Zahl von Opferanfragen wegen Körperverletzung und häuslicher Gewalt. Im vergangenen Jahr seien mehr als 2300 Anrufe zu solchen Themen eingegangen, teilte die Organisation, die sich um die Unterstützung von Kriminalitätsopfern kümmert, am Dienstag mit. Dies sei ein Plus von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewesen. Auf der Liste der am häufigsten angesprochenen Deliktarten folgen Stalking und Sexualvergehen, wie der Weiße Ring mitteilte.

Weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit läuft im syrischen Idlib, was Experten als Abnutzungskrieg bezeichnen. Seit Ende April bombardieren die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und ihre russischen Verbündeten systematisch Kliniken, Schulen und Märkte in Idlib, um den Boden für die Rückeroberung der letzten Rebellenbastion zu bereiten. Die Staatengemeinschaft reagiert auf die steigende Opferzahl bisher aber „mit einem Schulterzucken“, wie UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet kritisiert. Mehr als drei Millionen Menschen leben in Idlib und angrenzenden Gebieten unter Kontrolle der Dschihadistenallianz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) und anderer Rebellengruppen. Ein Großteil davon sind Flüchtlinge aus anderen Landesteilen.

Nach ihrer Rettung im Mittelmeer harren 115 Migranten weiter auf einem Schiff der italienischen Küstenwache aus. Die „Gregoretti“ liegt im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta. Die italienische Regierung will die Migranten erst von dem Schiff gehen lassen, wenn sich andere europäische Staaten bereit erklären, sie aufzunehmen. Die Hilfsorganisation Save the Children begrüßte am Dienstag, dass 16 Minderjährige von Bord gehen konnten.

Nach dem Scheitern seiner Wiederwahl ins Europaparlament kehrt der AfD-Gründer und Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke an die Universität Hamburg zurück. Der 56-Jährige werde zum Wintersemester wieder im Lehrbetrieb der Uni arbeiten, sagte eine Sprecherin. Bei den Studierenden stößt die Rückkehr des Professors auf Kritik. Lucke selbst äußerte sich nicht.

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