Bundeswehr bleibt in Kaufbeuren

von Redaktion

Ministerin korrigiert Stationierungskonzept ihrer Vorgänger

Kaufbeuren – Kehrt, marsch: Die Bundeswehr hat mitgeteilt, entgegen bisherigen Plänen ein Dutzend Standorte zu erhalten. In Bayern wird der Fliegerhorst Kaufbeuren gerettet. Die Schule für Informationstechnik der Bundeswehr in Feldafing (Kreis Starnberg) bekommt in Teilen eine Gnadenfrist.

„Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten des Schrumpfens wächst die Bundeswehr wieder“, teilte das Verteidigungsministerium mit. „Die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen haben sich geändert.“ Was aussieht wie die erste Leitentscheidung von Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, ist seit mehreren Wochen in der Planung. Die Kaufbeurer wissen seit drei Wochen vom Erhalt ihres Standorts, der Generalinspekteur teilte das mit. Zwar wird die Ausbildung der Techniker an Tornado und Eurofighter bis 2028 verlegt – die Luftwaffe mit ihrem Flugplatz ist dann weg. Bis 2024 kommen dafür ein Sanitätsregiment mit 1100 Soldaten (plus Zivilisten) und eine Kompanie mit rund 100 Feldjägern ins Allgäu.

Die Kasernen dicht zu machen, ist das Erbe der Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Thomas de Maizière, die das Stationierungskonzept der Bundeswehr von 2011 zu verantworten haben. In Bayern traf das neben Kaufbeuren Fürstenfeldbruck und Penzing. Vom Konzept weicht die Bundeswehr nun offiziell ab. Erhalten werden auch Kasernen in Strausberg, Diepholz, Münster, Köln und Kerpen.

Für Feldafing teilt das Ministerium mit, ein Teil der „Schule für Informationstechnik“ werde nicht mehr benötigt. „Für diesen Teil wird die Rückgabe wie geplant für das Jahr 2020 eingeleitet.“ Die Restliegenschaft könne man „für einen temporär erhöhten Ausbildungsbedarf voraussichtlich bis Ende 2027“ einsetzen.  cd

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