Nürnberg – Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will seine Hightech-Offensive ab Herbst über mehrere Regionen verteilen. „Nürnberg soll das Zentrum für Wasserstoff-Technologie werden“, sagte Söder den „Nürnberger Nachrichten“. „Wir legen ein Wasserstoff-Konzept vor, in dem am Energiecampus in Nürnberg die Brennstoffzellenforschung gebündelt wird.“
Als Zentrum für die Entwicklung von künstlichem Kerosin ist das niederbayerische Straubing vorgesehen. Söder versprach einen großen Forschungsauftrag „für den Ersatz von Flugbenzin“. Künstliche Intelligenz, Robotik und Supercomputing sollen weitere Schwerpunkte des Programms sein, für das Söder die Schuldentilgung Bayerns verlangsamen will. Das Gesamtvolumen ist noch offen. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sprach von einer Milliardensumme.
Söder verteidigte zugleich seinen politischen Schwenk hin zu Klimaschutz-Positionen. Das Land und die Menschen in Bayern hätten sich verändert. „Es wäre fahrlässig, als CSU darauf nicht zu reagieren.“ Auch seine Treffen mit Schülerstreik-Aktivisten seien „nicht Anbiederung oder Kumpanei, sondern Dialog und Respekt“. cd