Während laufender Verhandlungen zwischen den USA und der Türkei über eine von Kurdenmilizen befreite Pufferzone in Nordsyrien hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut mit einer Militäroffensive gedroht. Vor türkischen Botschaftern sagte er in Ankara: „Es ist unsere höchste Priorität, den Terror-Sumpf in Nordsyrien auszutrocknen.“ Und zwar „sehr bald“. US-Verteidigungsminister Mark Esper warnte: „Ein einseitiges Vorgehen (der türkischen Armee) wäre inakzeptabel.“
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat sich besorgt gezeigt über ein neues italienisches Gesetz mit härteren Strafen gegen Seenotretter, die unerlaubt in italienische Gewässer fahren. Die Verhängung von Geldstrafen und anderer Sanktionen gegen Schiffskapitäne könnte die Seenotrettung der privaten Helfer im Mittelmeer behindern oder gar verhindern, hieß es. Das geschehe in einem Moment, in dem sich die Staaten aus der Seenotrettung zurückgezogen hätten.
Die EU-Kommission sieht keine Basis für weitere Brexit-Verhandlungen und befürchtet einen ungeregelten britischen EU-Austritt zum 31. Oktober. Wie Diplomaten am Dienstag berichteten, wurden Vertreter der verbleibenden 27 EU-Staaten zuletzt noch einmal darüber informiert, dass die Forderungen des neuen britischen Premierministers Boris Johnson unvereinbar mit der EU-Position seien.
Nach dem tödlichen Schwert-Angriff in Stuttgart durch einen Syrer warnt der Grünen-Politiker Boris Palmer vor einer Verharmlosung der Gewalt durch Asylbewerber. Zwar bagatellisiere die AfD die Gewalt von rechts, schreibt der Tübinger Oberbürgermeister in einem Beitrag für die „FAZ“. Es seien aber auch viele auf dem linken Auge blind, die sich für weltoffen hielten. Würden Asylbewerber zu Tätern, verharmlosten sie dies als Einzelfälle, schreibt Palmer. Die Struktur der Gewaltkriminalität von Asylbewerbern sei bekannt. Palmer fordert eine Debatte.
Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen erholt sich die schwächelnde CDU ein wenig. Würde am Sonntag gewählt, wäre sie mit 28 Prozent der Stimmen stärkste Partei, wie eine Insa-Umfrage für die „Bild“ ergab. Die AfD liegt demnach mit 25 Prozent nur noch auf Platz zwei, vor der Linken (16 Prozent), Grünen (12), SPD (8) und FDP (5).