München – Die Forderung von Carsten Linnemann (CDU) nach späterer Einschulung bei Sprachdefiziten zieht zahlreiche Reaktionen nach sich. Linke-Chefin Katja Kipping sprach von „Stimmenfang im rechten Sumpf“. Muhterem Aras (Grüne) twitterte, sie sei ohne Deutschkenntnis mit zwölf Jahren in die Schule gekommen, habe später ein Steuerbüro aufgebaut und sei nun Landtagspräsidentin in Baden-Württemberg. Aus Union und Lehrerverbänden kam Zustimmung wie auch Widerspruch.
Auf Twitter entzündete sich die Debatte auch an dem Schlagwort „Grundschulverbot“, unter dem die Agentur DPA zunächst berichtet, das der Unions-Fraktionsvize aber nicht benutzt hatte. Er hatte gesagt: „Ein Kind, das kaum Deutsch spricht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen.“ Hier müssten Vorschulpflicht und notfalls Rückstellung greifen.