Peking – Nach dem Generalstreik in Hongkong mit erneuten gewalttätigen Konfrontationen hat die chinesische Regierung den Ton gegenüber der Protestbewegung drastisch verschärft. „Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um“, sagte Yang Guang, Sprecher des für die chinesischen Sonderverwaltungszone zuständigen Büros des Staatsrats. Die Hongkonger Polizei gab unterdessen die Festnahme von 148 Menschen nach dem Streik bekannt.
Die Demonstranten bezeichnete Yang als „Kriminelle“. Er warnte sie: „Unterschätzt niemals die feste Entschlossenheit und die enorme Stärke der Zentralregierung.“ Yangs Äußerungen sind die schärfsten Warnungen, die Peking mit Blick auf die Proteste lanciert hat. Die chinesische Volksbefreiungsarmee hatte ihrerseits bereits vergangene Woche gewarnt, sie habe alle „Einsatzmöglichkeiten“, um die Sicherheit in Hongkong sowie Chinas „nationale Souveränität“ aufrechtzuerhalten.
China hatte London bei der Rückübergabe Hongkongs 1997 zugesichert, dass in der ehemaligen britischen Kronkolonie Grundrechte wie Meinungsfreiheit für 50 Jahre gewahrt bleiben sollten.