Moskau beklagt Einmischung

von Redaktion

Außenministerium erhebt Vorwürfe gegen Deutsche Welle

Moskau – Nach den Protesten und Massenfestnahmen in Moskau hat das russische Außenministerium Ausländern vorgeworfen, sich in die Innenpolitik einzumischen. Ein Diplomat der US-Botschaft sei einbestellt worden, teilte das Außenministerium mit. Die Vertretung habe im Internet zur Teilnahme an den Protesten aufgerufen.

Die Botschaft veröffentlichte Informationen über die Proteste, um US-Bürger vor etwaigen Festnahmen zu warnen. Die Aktionen werden von Oppositionellen um den inhaftierten Kremlkritiker Alexej Nawalny organisiert.

Im Fokus steht auch der Auslandsrundfunksender der Bundesrepublik, die Deutsche Welle. Auch ihr wirft das Ministerium vor, zu einer Teilnahme aufgerufen zu haben. „Solche Eskapaden der Medien“ entsprächen nicht journalistischer Ethik und seien unzulässig, teilte das Ministerium der Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft, Beate Grzeski, mit.

Seit mehreren Wochen gehen Tausende Menschen bei erlaubten und auch nicht genehmigten Aktionen für faire und freie Wahlen zum Moskauer Stadtparlament am 8. September auf die Straßen. Die Opposition ist wegen angeblicher Formfehler nicht zugelassen.

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