Berlin – Er hat wohl einfach eine Pechsträhne: Wegen eines Defekts an einem Luftwaffen-Airbus musste Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montagnachmittag auf einen Ersatzflieger nach New York umsteigen. Statt wie geplant mit einem A 321, brach er vom militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel mit einer kleineren Ersatzmaschine – einem A 319 – zu seiner viertägigen Nordamerika-Reise auf. Es war bereits die vierte Panne innerhalb eines halben Jahres. Um welchen Defekt es sich handelte, ist unklar. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war zuletzt immer wieder wegen Pannen in den Schlagzeilen. Die Bundesregierung hat inzwischen drei neue Langstreckenmaschinen geordert. Maas ist besonders gebeutelt: Mitte Mai traf er wegen einer Panne mit einer Verspätung von etwa 70 Minuten zu seinem Antrittsbesuch in Bulgarien ein. Ende Februar blieb er zum Abschluss einer Afrika-Reise 20 Stunden in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne und verpasste den Auftakt einer informellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Auch diesmal ist Maas erstes Ziel: der UN-Sicherheitsrat.