Die österreichische Staatsanwaltschaft hat laut Medienberichten das Haus von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) durchsucht. Die Razzia sei im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre am Montag erfolgt, berichtete die Zeitung „Standard“. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden mehrere Wohnungen durchsucht. Namen nannte sie jedoch nicht. Bei den Ermittlungen gehe es um die Ernennung eines hochrangigen Vertreters von Straches rechtspopulistischer FPÖ in den Vorstand des Glücksspielunternehmens Casinos Austria. Im Gegenzug sei dem Unternehmen Entgegenkommen bei etwaigen Gesetzesänderungen im Glücksspiel-Bereich signalisiert worden. Strache äußerte sich zu den Vorwürfen bislang nicht. Er war im Mai als Vizekanzler und FPÖ-Chef im Zuge der Ibiza-Affäre zurückgetreten. Zu dieser haben die jüngsten Ermittlungen aber keinen Bezug.
Bei der Explosion eines Raketenmotors mit sieben Toten im Norden Russlands ist vergangene Woche über einen längeren Zeitraum radioaktive Strahlung freigesetzt worden als bislang bekannt. Das in der Natur vorkommende Niveau sei in der Spitze um das 16-Fache überschritten worden, teilte der russische Wetterdienst mit. Erhöhte Werte seien zwei Stunden lang gemessen worden. Die Verwaltung der Stadt Sewerodwinsk hatte bloß von einem kurzzeitigen Anstieg bis zu einer Stunde gesprochen.
Der italienische Senat hat die Forderung der rechtsradikalen Lega nach einem schnellen Misstrauensvotum abgelehnt. Eine Mehrheit aus Senatoren des ehemaligen Koalitionspartners Fünf-Sterne-Bewegung und der sozialdemokratischen Oppositionspartei PD stimmten am Dienstagabend gegen den Antrag von Lega-Chef Matteo Salvini, am Mittwoch über den Misstrauensantrag abzustimmen.
Bei Protesten Tausender Regierungskritiker im Flughafen Hongkong ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Dutzende Beamte mit Schlagstöcken, Helmen und Schilden drangen am Dienstagabend in den von Aktivisten besetzten Airport ein, der wegen der Blockade stundenlang lahmgelegt war. In der Nacht beruhigte sich die Lage wieder.