München – Während Greta Thunberg schon auf dem Weg zum UN-Klimagipfel in New York ist, hallt ihr Besuch am Wochenende in Deutschland noch nach. Anlass sind Fotos der Klimaaktivistin mit einer vermummten Waldbesetzerin im Hambacher Forst. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte, Greta solle darauf achten, ihr „berechtigtes Anliegen“ nicht dadurch zu gefährden, „dass sie sich mit den falschen Leuten umgibt“. Michael Mertens, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei NRW, sagte: „Greta Thunberg neben einer vermummten Person fühlt sich falsch an.“
Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink zeigte Verständnis für Vermummung in bestimmten Situationen und erntete dafür Kritik. Man solle sich nur für Dinge einsetzen, für die man mit Gesicht und Namen stehe, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) Brink konterte am Dienstag, man könne nicht verlangen, „dass wir unser Gesicht zeigen.“ Freie Bürger könnten selbst entscheiden, das nicht zu tun, etwa wenn Ärger mit dem Arbeitgeber drohe. sr/dpa