Sachsens AfD darf mit 30 Listenkandidaten bei der Landtagswahl am 1. September antreten. Das entschied der sächsische Verfassungsgerichtshof in Leipzig am Freitag. Demnach war die Entscheidung des Landeswahlausschusses, nur 18 von ursprünglich 61 Kandidaten zuzulassen, rechtswidrig. Der Wahlausschuss hatte seine Entscheidung unter anderem damit begründet, dass die AfD ihre Kandidaten auf zwei Parteitagen mit verschiedenen Versammlungsleitern wählte und das Wahlverfahren änderte.
Der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, hat offenbar versucht, Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) als Chef der Atlantik-Brücke zu verhindern. Grenell habe vor der Wahl persönlich interveniert, um sein Missfallen über die Personalie zu erklären, berichtet der „Spiegel“. Grenell wollte sich nicht dazu äußern. Gabriel sagte, er bedauere, dass der Botschafter nicht zur Verbesserung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses beitrage. Der SPD-Politiker folgte auf den langjährigen Chef der Atlantik-Brücke, Friedrich Merz (CDU).
Trotz Drohungen aus Peking haben am Freitag rund 25 000 Menschen in Hongkong friedlich für mehr Demokratie demonstriert. Zuletzt waren Ängste gewachsen, China könnte militärisch eingreifen. Die Staatszeitung „Global Times“ schrieb am Freitag, sollten sich die „Unruhen zuspitzen“, müsse die Regierung „sofort handeln“. Allerdings werde Peking die Proteste nicht ähnlich niederschlagen wie die Demonstrationen auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989. Heute sei China „viel stärker und reifer“ als damals.
Der Alterspräsident des britischen Unterhauses, Ken Clarke, hat sich als Übergangspremier für eine Notregierung angeboten. Wenn es der einzige Weg wäre, einen Brexit ohne Abkommen zu verhindern, „würde ich es nicht ablehnen“, sagte der ehemalige konservative Finanzminister (1993-97) der BBC. Der 79-Jährige reagierte auf einen Vorschlag der Liberalen-Chefin Jo Swinson, die Oppositionsführer Jeremy Corbyn für die Rolle abgelehnt hatte.
Angela Merkel (CDU) besucht Ungarn und Island. In Ungarn werde die Kanzlerin am Montag an den Feierlichkeiten zur Grenzöffnung vor 30 Jahren in Sopron teilnehmen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Beim Island-Besuch soll es um Klimapolitik gehen.