PRESSESTIMMEN
„Matteo Salvini handelt mit machiavellistischer Schläue. Angesichts einer so komplexen Herausforderung wie der Migrationsströme, durch die jährlich Zehntausende Menschen die EU-Länder des Mittelmeerraums erreichen, ist dieses konkrete humanitäre Drama sehr klein. Das Thema hat 14 Tage lang die Aufmerksamkeit der europäischen Öffentlichkeit auf sich gezogen. Und das kommt Salvini gerade recht, um sein Profil der Härte vor seinen Wählern zu stärken und die x-te Krise in einer hinkenden EU heraufzubeschwören. Das traurige Bild der Unkoordiniertheit und der Unfähigkeit der 28, eine gemeinsame Migrationspolitik voranzutreiben, liefert den anti-europäischen Populisten (…) wie Salvini Argumente.“
„Dies sind unruhige Zeiten für alle Länder. Doch für Großbritannien, das sich darauf vorbereitet, die EU mit oder ohne Deal zu verlassen, gibt es noch zusätzlich Grund zur Sorge. Für ein Land, dessen Wohlergehen von der anhaltenden Bereitschaft ausländischer Investoren zur Finanzierung seines enormen Defizits sowie der einheimischen Konsumenten zum Geldausgaben abhängt, ist dies keine Zeit, um das Vertrauen der Märkte aufs Spiel zu setzen.“