Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Island mit den Regierungschefs Skandinaviens über Klimafragen gesprochen. Die skandinavischen Regierungsspitzen und sie seien sich darüber einig, dass der Klimawandel gerade in den nordischen Ländern, aber auch in Deutschland inzwischen sichtbar werde, sagte Merkel am Dienstag nach einem Arbeitsmittagessen auf der Insel Videy bei Reykjavik. In Island habe man dies erst kürzlich dadurch gesehen, dass man sich von dem Gletscher Okjökull habe verabschieden müssen. „Der Preis des Nichtstuns wird mit Sicherheit höher sein als der Preis des Handelns“, sagte Merkel.
Bodentruppen der syrischen Regierung sind in eine der größten von Rebellen in der Provinz Idlib gehaltene Stadt eingedrungen. Nach heftigen Luftangriffen und Artilleriebeschuss sei es den Regierungskräften mithilfe ihrer russischen Verbündeten gelungen, in Stadtteile von Chan Scheichun einzuziehen, nachdem sich die Rebellen zurückgezogen hätten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Ihr Vorsitzender Rami Abdel Rahman sagte: „Das ist ein entscheidender Sieg für die Regierungstruppen.“ Die größte Stadt im Süden von Idlib, Chan Scheichun, liegt an der strategisch wichtigen Straße von Damaskus nach Aleppo.
In einem offenen Brief haben Ostdeutsche und frühere DDR-Bürgerrechtler der AfD vorgeworfen, die friedliche Revolution von 1989 zu vereinnahmen. Mit Parolen wie „Vollende die Wende“ werde unterstellt, die Revolution von 1989 sei nicht erfolgreich gewesen. Wer zudem wie die AfD behaupte, heute herrschten Verhältnisse wie in der DDR, verharmlose die SED-Diktatur. „Für die Demagogen der AfD sind wir 1989 nicht auf die Straße gegangen“, heißt es in dem Brief. Demokratie sei anstrengend. Zu den mehr als 110 Unterzeichnern gehören die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, der Schauspieler Jan Josef Liefers und der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD).