Berlin – Die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig rechnet damit, dass sich die Partei nach der Entscheidung über den Parteivorsitz und den Verbleib in der Großen Koalition in den Umfragen wieder erholt. Die SPD sei in einer Übergangsphase, sagte Schwesig gestern im „Bericht aus Berlin“ der ARD. Viele sähen zwar, dass die SPD liefere, aber noch nicht, wie es mit der Partei weitergehe. „Ich bin sicher, wenn wir das alles am Ende des Jahres beantwortet haben, kommt die Unterstützung für die gute Regierungsarbeit, aber auch das Vertrauen für die Zukunft wieder zusammen.“
Seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz hat Finanzminister Olaf Scholz unterdessen einen Sympathiezuwachs beschert. Im aktuellen „RTL/n-tv-Trendbarometer“ konnte Scholz bei der „Kanzlerfrage“ im Vergleich mit CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer vier Prozentpunkte hinzugewinnen. Bei der Alternative Scholz oder Kramp-Karrenbauer würden sich 32 Prozent für Scholz und 15 Prozent für die CDU-Chefin entscheiden.