Zur Vermögenssteuer

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Die EU hat vergangenes Jahr für über 490 Millionen Pfund (ca. 535 Millionen Euro) Rindfleisch aus Brasilien importiert. Verbraucher in Großbritannien waren indirekt verantwortlich für die Zerstörung von 500 Fußballfeldern Regenwald; Italien viermal soviel. Mit dem Mercosur-Abkommen wird das zunehmen. Die EU muss ihre Macht als Brasiliens zweitgrößter Exportmarkt nutzen und darauf bestehen, dass es nicht umgesetzt wird, wenn Bolsonaro nicht stärker gegen illegale Abholzung vorgeht.“

The Observer (London)

Als kleine, offene Volkswirtschaft braucht die Schweiz Handelsverträge. Aber sie muss den Ratifikationsprozess nutzen, um Druck auf Brasilien auszuüben. Sie sollte sich nicht gegen die EU ausspielen lassen.

Neue Zürcher Zeitung

Ein Großteil der Vermögen ist in Unternehmen gebunden. Eine Vermögenssteuer, die der Wirtschaft nicht schadet, ist kaum vorstellbar. Es gäbe aber eine wirksame Lösung, um große Vermögen stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens zu beteiligen: die substanzielle Erhöhung der Erbschaftssteuer. Die aber ist unpopulär, weil sich kaum jemand für vermögend hält, aber fast jeder auf eine Erbschaft hofft. Deshalb traut sich die SPD an das Thema nicht heran.

Kölner Stadt-Anzeiger

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