PRESSESTIMMEN
„Wer derart offenkundig nach dem Ausgang strebt, hat in einem Verhandlungspoker von Beginn weg schlechte Karten. Den Taliban blieb nicht verborgen, dass der große „Dealmaker“ so oder so einen Rückzug wünscht. Für sie gibt es keinen Grund, dafür große Konzessionen zu machen. Aus dieser Position der Schwäche sind die USA bis heute nicht herausgekommen. Außenminister Pompeo sagte jüngst sogar freimütig, dass ihn Trump beauftragt habe, die Truppen vor den nächsten Wahlen zurückzuholen. Damit wird der Wahlkalender plötzlich wichtiger als die Ziele, für die einst unter enormem menschlichem Einsatz gefochten wurde.“
„Die Gefahr für (Premierminister) Boris Johnson besteht darin, dass selbst ein Einlenken gegenüber den Forderungen des Parlaments nicht genug ist, um zu verhindern, dass weitere Schläge auf ihn einprasseln. Er muss hoffen, dass Labour einer Wahl für Mitte Oktober zustimmt, denn dann wären die Folgen des Brexits noch unklar. Doch (Labour-Chef) Jeremy Corbyn könnte das verweigern.“
„Boris Johnson steuert den chaotischen EU-Austritt an. Sein Kabinett besteht aus jämmerlichen Jasagern, hoch angesehene Kritiker bedroht er mit dem Parteiausschluss.“