Berlin – Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat nach eigenen Worten nicht mit der Kandidatur von Cem Özdemir und Kirsten Kappert-Gonther für den Fraktionsvorsitz gerechnet. „Ich war überrascht, ich habe am Samstag wie alle anderen davon erfahren, dass es diese Kandidatur gibt“, sagte sie vor einer Fraktionssitzung der Grünen im Bundestag. Ex-Parteichef Özdemir und die Abgeordnete Kappert-Gonther hatten am Wochenende angekündigt, dass sie bei der Neuwahl des Fraktionsvorstands am 24. September gegen Göring-Eckardt und Hofreiter antreten wollen. „Erst mal ist es ein Wettbewerb, der ist gut“, sagte Göring-Eckardt. Sie bekräftigte ihre Ambitionen, gemeinsam mit Anton Hofreiter weiter die 67-köpfige Gruppe der Abgeordneten zu führen: Sie hätten die Fraktion immer verstanden „als die Institution, die die inhaltliche Arbeit für die Partei voranbringen muss, mit der Partei voranbringen muss, und dass wir sie aus der Mitte heraus führen, dass wir für Zusammenhalt stehen und auch für gemeinsame Schlagkraft“. Das solle so bleiben. Diese Woche werde gemeinsam geklärt, wie das Wahlverfahren laufen solle, sagte sie. dpa