Trump entlässt Sicherheitsberater

von Redaktion

Washington – US-Präsident Donald Trump dementiert regelmäßig, dass in seiner Regierung Chaos herrsche. Die Abläufe am Dienstag trugen nicht dazu bei, Trumps Beteuerungen zu stützen. Um 11 Uhr (Ortszeit) kündigte die Pressestelle des Weißen Hauses an, Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton werde gemeinsam mit Außenminister Mike Pompeo und Finanzminister Steven Mnuchin vor die Medien treten. Keine Stunde später teilte Trump auf Twitter mit, er habe Bolton wegen Meinungsverschiedenheiten gefeuert. Bolton wiederum erklärte, er habe Trump seinen Rücktritt zuvor schon selbst angeboten. So oder so: Einer fehlte daraufhin bei der Pressekonferenz im Weißen Haus: John Bolton.

Der Mann mit dem Walross-Schnauzer und dem Siegelring ist ein Hardliner, dem ein Hang zu militärischen Interventionen nachgesagt wird. Während der Regierungszeit von Präsident George W. Bush war er einer der glühendsten Verfechter des Irak-Kriegs – eine Entscheidung, die Trump als großen Fehler bezeichnet.

US-Medien berichteten immer wieder über Differenzen zwischen Bolton und Trump, aber auch zwischen Bolton und Pompeo. Trump ist zwar ein Mann der harten Worte, will die „endlosen Kriege“, in die die USA verstrickt sind, dennoch möglichst bald beenden. Auch Pompeo ist nicht gerade für seinen sanften Kurs bekannt, geriet aber trotzdem immer wieder mit Bolton aneinander. Zuletzt meldeten US-Medien, Bolton und Pompeo hätten sich beim Thema Afghanistan überworfen. Unter Pompeos Führung verhandelt US-Chefunterhändler Zalmay Khalilzad seit Monaten mit den radikalislamischen Taliban. CNN berichtete, Khalilzad sei dabei nach Boltons Ansicht zu sehr auf die Taliban zugegangen. » KOMMENTAR

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