PRESSESTIMMEN
„Anlass zur Sorge bietet die Personalie Paolo Gentiloni, jedenfalls allen, die finanzpolitischer Stabilität in einer Währungsunion noch Bedeutung beimessen. Denn der frühere italienische Ministerpräsident soll seine ,reiche Erfahrung‘ ausgerechnet in Wirtschaft, Steuern und Finanzen zum Tragen bringen. Ihm obliegt die Überwachung der Defizitgrenzen im Euroraum, mit deren Einhaltung sich Italien besonders schwer tut. In der Juncker-Kommission war zu beobachten, was es bedeuten kann, den Bock zum Gärtner zu machen. Der Franzose Moscovici hat die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes weit ausgelegt.“
„Als Schweizer hat man Verständnis für das Ausbalancieren von unterschiedlichen Interessen. Doch von der Leyens Personalentscheide zeugen vom Willen, es allen recht zu machen. (…) Das kann man schwerlich einen Neustart nennen.“
„So befriedigend sein Abgang sein mag, so wenig dürfte sein Nachfolger – wer auch immer ausgewählt wird – eine nennenswerte Verbesserung sein. Niemand sollte dieser chaotischen und dysfunktionalen Administration Beifall spenden. Ihr Boss weidet sich an Streitigkeiten und internen Querelen seiner Mitarbeiter.“