Die bayerische SPD verlegt wegen des großen Andrangs die letzte der 23 Regionalkonferenzen mit den Kandidaten für den Bundesvorsitz in eine größere Halle. Die Veranstaltung am 12. Oktober findet nun nicht im Truderinger Kulturzentrum, sondern im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz in München statt. Laut Generalsekretär Uli Grötsch ist dies die Konsequenz aus dem ersten bayerischen Treffen in Nürnberg. Der Löwenbräukeller bietet 1000 Menschen Platz. Beginn ist um 10.30 Uhr.
Bei der Wahl in Israel zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und seinem Herausforderer Benny Gantz ab. Netanjahus Likud kam bei Redaktionsschluss gestern Abend laut TV-Prognosen auf 31 bis 33 Mandate und Gantz’ Mitte-Bündnis Blau-Weiß auf 32 bis 34 Mandate. Danach hätten weder die rechten Parteien um Netanjahu noch die Mitte-Links-Parteien die nötige Regierungsmehrheit von mindestens 61 der 120 Mandate im Parlament.
Das US-Gefangenenlager Guantánamo ist nach einer Erhebung der „New York Times“ das wohl teuerste Gefängnis der Geschichte. Die Kosten für die Unterbringung der zuletzt 40 Insassen lagen 2018 bei über 540 Millionen US-Dollar (ca. 490 Mio. Euro) – rund 13 Millionen Dollar pro Häftling. Insgesamt haben 770 Männer und Jungen in Guantánamo eingesessen, den letzten Neuzugang gab es 2008. Für die Bewachung, sind rund 1800 Soldaten zuständig.
Der Jura-Professor Kaïs Saïed hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Tunesien gewonnen. Der 61-jährige unabhängige Kandidat tritt in der Stichwahl nun gegen den inhaftierten Medienmogul Nabil Karoui an, der auf den zweiten Platz kam. Karoui war wegen des Verdachts der Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft genommen worden.
Spaniens König Felipe VI. sieht keine Möglichkeit für eine Regierungsbildung in Madrid. Er werde keinen Kandidaten mit der Regierungsbildung beauftragen, da keiner von ihnen über genügend Rückhalt im Parlament verfüge, erklärte der Monarch am Dienstag zum Abschluss seiner zweitägigen Beratungen mit den Parteichefs. Spanien steuert somit auf Neuwahlen im November zu.