Paris – Am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz mit über 15 000 Menschen ist es in Paris zu Ausschreitungen gekommen. Barrikaden brannten, die Polizei setzte Tränengas ein. Greenpeace rief Anhänger am Samstag auf, den „Marsch für das Klima“ zu verlassen. Unter den Gewalttätern, die sich in der südlichen Innenstadt unter die friedlichen Demonstranten gemischt hatten, waren laut Medien auch Vermummte.
Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas auch in der Nähe der Prachtstraße Champs-Élysées im Westen der Innenstadt ein. Dort waren Anhänger der inzwischen sehr zersplitterten Protestbewegung „Gelbwesten“ unterwegs, wie Medien berichteten. Auf dem kilometerlangen Boulevard galt ein Demonstrationsverbot. In der Hauptstadt waren über 7000 Polizisten im Einsatz. Sie nahmen nach eigenen Angaben mindestens 186 Menschen fest. Fast 400 Menschen seien zudem kostenpflichtig verwarnt worden.
Innenminister Christophe Castaner dankte den Sicherheitskräften. „Es wurden gewalttätige Menschen festgenommen und Ausschreitungen beendet“, schrieb der Vertraute von Staatschef Emmanuel Macron bei Twitter.