IN KÜRZE

Schröders Platz blieb bei Chirac-Feier leer

von Redaktion

Der Rivale von Afghanistans Staatschef Aschraf Ghani, Abdullah Abdullah, hat sich lange vor der Auszählung der Präsidentenwahl zum Sieger erklärt. „Wir haben bei dieser Wahl die meisten Stimmen“, sagte der Regierungschef. Eine Stichwahl werde nicht nötig sein. Abdullah wurde von der Wahlkommission in die Schranken gewiesen. „Kein Kandidat hat das Recht, sich zum Sieger zu erklären“, sagte ein Kommissionsvertreter.

In der Ukraine-Affäre hat US-Präsident Donald Trump die Festnahme eines Ausschussvorsitzenden im Repräsentantenhaus ins Spiel gebracht. Trump warf dem Chef des Geheimdienstausschusses Adam Schiff vor, das umstrittene Telefonat zwischen ihm und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj falsch dargestellt und dazu im Kongress eine „falsche & furchtbare Erklärung“ abgegeben zu haben. Trump fügte hinzu: „Festnahme wegen Landesverrats?“

Der umstrittene frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen arbeitet künftig für die Kölner Kanzlei des Medienanwalts Ralf Höcker. Maaßen wechsele zum 1. Oktober ins Managing Board der Kanzlei, teilte diese gestern Abend mit. Zu den Mandanten der Kanzlei gehören Politiker sämtlicher im Bundestag vertretenen Parteien. Maaßen werde jedoch auf eigenen Wunsch nicht persönlich befasst sein mit Mandaten der Linken, der Grünen und der AfD.

Ein Gericht in Moskau hat ein Hafturteil gegen den russischen Schauspieler Pawel Ustinow in Teilen gekippt. Das Berufungsgericht wandelte die dreieinhalbjährige Haftstrafe gegen den 23-Jährigen in eine einjährige Bewährungsstrafe um. Ustinows Verurteilung wegen angeblicher Gewalt gegen einen Polizisten bei einer Demonstration hatte landesweit für Empörung gesorgt.

Bei der Trauerfeier für den früheren französischen Präsidenten Jacques Chirac ist es zu einer schweren Panne gekommen: Der für Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) vorgesehene Platz blieb leer. Schröders Büro hatte mitgeteilt, dessen Wunsch nach Teilnahme sei abgelehnt worden. Der Elysée-Palast sprach von einem „Missverständnis“. Schröder war einer der wichtigsten Weggefährten Chiracs. Der SPD-Politiker hatte den früheren Staatschef nach seinem Tod als „Freund“ bezeichnet.

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