Italienischer Zündstoff

von Redaktion

Pompeo verreist und gerät unter Druck

Rom – Im Abruzzen-Dorf Pacentro stapft Mike Pompeo durch die Gassen. Von hier stammen seine Vorfahren. Eine willkommene Ablenkung vom schweren Gepäck, das der US-Außenminister mit nach Italien brachte. Denn das Impeachment-Verfahren gegen seinen Chef verfolgt ihn bis nach Rom. Doch kaum war er gelandet, machten Enthüllungen die Runde: Vertreter der US-Regierung sollen aktiv versucht haben, über italienische Geheimdienste an angeblich entlastende Informationen zu Trumps Russiagate-Affäre zu gelangen.

In Italien ging es um Joseph Mifsud, einen maltesischen Professor, der an einer römischen Uni lehrte. Der hatte 2016, so steht es im Mueller-Report, dem Trump-Team belastendes Material russischer Herkunft über dessen Rivalin Hillary Clinton angeboten. 2017 tauchte er unter.

Vor wenigen Monaten soll US-Justizminister William Barr in geheimer Mission nach Rom gereist sein, um sich Tonbänder übergeben zu lassen, auf denen Mifsud vor der Polizei ausgesagt hatte. Auf einer Pressekonferenz in Rom musste Pompeo nun den Besuch von Barr zugeben. In Washington dürfte das für neuen Zündstoff im Kongress sorgen.  mf

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