zu Johnson/Brexit

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Ein Zollkrieg nach dem Motto ,Wie du mir, so ich dir‘ zwischen den beiden größten Handelsblöcken liegt offensichtlich in niemandes Interesse. USA und EU stehen vor weit dringenderen Herausforderungen. Nämlich vor der Frage, wie man auf die massiven illegalen Subventionen reagiert, mit denen China seine in wachsendem Maße störend wirkenden Staatsunternehmen stützt. Statt jedoch an einer Reform der globalen Handelsregeln zu arbeiten und China Zügel anzulegen, scheint das Weiße Haus entschlossen zu sein, die EU als Gegner zu behandeln.“

The Times, London

„Der Vorschlag Johnsons läuft darauf hinaus, dass in Nordirland ab 2025 allein britisches Recht gelten würde, die Grenze zu Irland aber unsichtbar und durchlässig bliebe. Sie wäre ein riesiges Tor für Schmuggel und betrügerische Geschäfte. Die Integrität des EU-Binnenmarkts würde verletzt. Das kann die EU nicht akzeptieren, und das wissen auch die Politiker in Brüssel und London. Nur, offen sagen will es keiner.“

Neue Zürcher Zeitung

„Wenn Johnson wirklich seriös ist, müsste er einem Brexit-Aufschub zustimmen, denn es ist unmöglich, dies alles noch vor dem 31. Oktober in juristisch wasserdichte Texte zu gießen, wie es ein EU-Diplomat ausdrückte.“

De Telegraaf, Amsterdam

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