Nach der Ankündigung einer baldigen militärischen Offensive gegen kurdische Truppen in Nordsyrien hat die Türkei an der türkisch-syrischen Grenze Waffen und Truppen bewegt. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete am Sonntag, dass Soldaten im südosttürkischen Grenzort Akcakale Panzer und Artilleriegeschütze aufstellten. Die Waffen seien auf den gegenüberliegenden syrischen Ort Tel Abyad gerichtet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von neun Transportern mit Militärfahrzeugen sowie einem Bus mit Soldaten, die den südosttürkischen Grenzort Akcakale erreicht hätten.
An einer Synagoge in Berlin ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, überwältigten Beamte einen 23-Jährigen, der die Absperrung vor der Synagoge überstiegen und mit einem Messer auf die dortigen Mitarbeiter des Objektschutzes zugelaufen sein soll. Dabei soll er den Angaben zufolge etwas auf Arabisch gemurmelt haben. Als zwei Objektschützer ihre Dienstwaffen zogen, blieb der Mann den Angaben zufolge stehen, legte das Messer aber nicht weg. In einer Befragung und bei einer Durchsuchung seiner Wohnung habe sich das Motiv des Mannes nicht klären können, hieß es. Der Mann wurde am Samstag aus dem Polizeigewahrsam entlassen, die Ermittlungen dauerten an.
In der Türkei sind fünf deutsche Staatsbürger vorübergehend festgenommen worden – vermutlich wegen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Personen würden von der deutschen Botschaft in Ankara konsularisch betreut. Unter den Festgenommenen ist nach Angaben der Kurdischen Gemeinde auch eine Erzieherin aus Hamburg. Sie wurden unter Auflagen am Abend freigelassen.
In Kiew sind am Sonntag fast 10 000 Menschen gegen den Ostukraine-Plan der Regierung auf die Straße gegangen. Die Demonstranten in der ukrainischen Hauptstadt skandierten „Nein zur Kapitulation! Nein zur Amnestie!“, wie AFP-Reporter berichteten. Der seit April amtierende Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angedeutet, den von prorussischen Rebellen gehaltenen Regionen im Osten der Ukraine mehr Autonomie gewähren zu wollen.