Festnahmen bei Klima-Protesten

von Redaktion

Aktivisten wollen Blockaden fortsetzen – Lage in Berlin friedlich

London/Berlin – Bei Protesten der Umweltbewegung Exctinction Rebellion am Montag und Dienstag hat die Polizei in London hunderte Aktivisten festgenommen. Auch in anderen europäischen Städten, etwa in Paris, besetzten Umweltaktivisten Straßen und Brücken. In Berlin beendete die Polizei am Dienstag die Besetzung des Potsdamer Platzes.

Die in Großbritannien entstandene Umweltbewegung Extinction Rebellion (Rebellion gegen das Aussterben) hatte für den 7. Oktober weltweit Aktionen angekündigt. In London sollen laut Medien 30 000 Menschen teilgenommen haben. Die Londoner Polizei nannte keine Zahl und vermeldete Dienstagnachmittag die Festnahme von 471 Personen. Premierminister Boris Johnson hatte am Montag zur Beendigung der Blockaden aufgerufen.

In Berlin besetzten 3000 Menschen am Montag Straßen rund um Siegessäule und Potsdamer Platz. Am Montagabend begann die Polizei am Potsdamer Platz mit der Räumung. 500 Aktivisten harrten über Nacht aus. Einige hatten sich an einen Lastwagen und an mit Erde gefüllte Badewannen gekettet. Am Vormittag war der Platz geräumt. Am Dienstag trug die Polizei auch Demonstranten vom Großen Stern rund um die Siegessäule weg. Laut Berliner Medien blieb es dabei friedlich. Vereinzelt kam es laut Berliner Polizei zu Festnahmen. Ein Sprecher sagte auf Nachfrage, es handle sich im Vergleich zur Menge der Demonstranten um eine nur geringe Zahl. Einzelne Straßen waren weiter blockiert.

Für die kommenden Wochen hat Extinction Rebellion weltweit neue Aktionen angekündigt. In einer Video-Botschaft sprach die Aktivistin Carola Rackete von einer Fortsetzung des Protests in Berlin. Auch für Mittwoch sind dort Blockaden geplant. Der deutsche Ableger fordert Klimaschutzmaßnahmen, die über die Pläne der Bundesregierung hinausgehen.

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