Zu den Morden von Halle:

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Gerade angesichts der apokalyptischen Verbrechen, die der Nationalsozialismus im deutschen Namen an den europäischen Juden verübt hat, muss Halle einen Einschnitt in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus bedeuten. Einschlägige Taten zu registrieren, die Täter, so die Behörden sie denn fassen, zu bestrafen und an Gedenktagen „Nie wieder“ zu beteuern – das reicht nicht mehr. Überall müssen die Instrumente daraufhin überprüft werden, ob sie auch selbstradikalisierte Einzeltäter abschrecken.“

Rheinische Post (Düsseldorf)

„Antisemitismus ist wieder hoffähig geworden, der Hass gegenüber Juden äußert sich immer offener und unverhohlener. Rassistische Brandstifter wie der Thüringer AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke bereiten dazu den Boden.“

Südwest-Presse (Ulm)

„In Halle betreibt die Identitäre Bewegung ein Haus – die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Sommer als eindeutig rechtsextrem eingestuft hat und die unter anderem Kontakte zu Teilen der AfD unterhält. Die Landesregierung hat die Gefahren von rechts später immer mal wieder unter dem Eindruck des Erstarkens der AfD relativiert – fatalerweise. Was für Halle gilt, gilt für das ganze Land. Die Militanz der rechtsextremistischen Szene wächst.“

Leipziger Volkszeitung

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