Bau der U9 wird teurer

Fehler der Vergangenheit

von Redaktion

SASCHA KAROWSKI

Die U-Bahn Entlastungsspange U9 ist überlebenswichtig für den öffentlichen Nahverkehr in München. Ohne dieses Milliarden-Projekt kollabiert das System. Dass die Kosten für die 10,5 Kilometer lange Trasse Jahr für Jahr steigen, ist zwar ärgerlich. Es lässt sich aber jetzt nicht verhindern. Vor einigen Jahren hätte man vielleicht noch günstiger bauen können.

Dass die U9, die U5 oder auch die U4 nicht schon lange fertig oder zumindest im Bau sind, ist schließlich ein Versäumnis der politischen Entscheider in den vergangenen Amtsperioden vor 2014. Das gilt im Übrigen auch für den bis dahin verschlafenen Wohnungsbau. Dass die Stadt deutlich an Bevölkerung zunehmen wird, war laut Planungsexperten der Referate spätestens 2010 ersichtlich. Es ist im Grunde ein Ärgernis, dass die amtierenden politischen Mandatsträger dieses bedrückende politische Erbe nun irgendwie moderieren müssen, weil sie dazu gezwungen sind.

Der Stadtrat ist daher gut beraten, trotz einiger Skepsis, den Bau der Vorhaltemaßnahme für den neuen U-Bahnhof unter dem Hauptbahnhof weiter voranzutreiben, selbst wenn die Förderzusagen des Bundes noch nebulös sind. Verkehrsminister Andreas Scheuer hat öffentlichkeitswirksam eine Beteiligung zugesagt, aus dem Versprechen kommt er nicht mehr raus.

Sascha.Karowski@ovb.net

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