IN KÜRZE

Schiffsunglück: Mutter umarmt Kind

von Redaktion

Die frühere Bundesgesundheitsministerin Anke Fuchs ist tot. Die SPD-Politikerin starb am Montag nach langer Krankheit im Alter von 82 Jahren in Wilhelmshaven. Den Aufstieg zur Ministerin schaffte die zweifache Mutter 1982. Bundeskanzler Helmut Schmidt berief sie im April in das Ressort für Jugend, Familie und Gesundheit. Ihre Amtszeit währte jedoch nur wenige Monate, denn im Oktober 1982 brach die sozialliberale Koalition auseinander. Von 1998 bis 2002 war Fuchs Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

Bei einer Demonstration von Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien ist es in Herne in Nordrhein-Westfalen zu Ausschreitungen mit fünf Verletzten gekommen. Der Staatsschutz der Bochumer Polizei nahm Ermittlungen gegen mehrere Personen wegen Landfriedensbruchs auf. Ein türkisches Café und ein türkischer Kiosk waren am Montagabend attackiert und beschädigt worden.

Bei Auseinandersetzungen nahe einem völlig überfüllten Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos sind mindestens drei Menschen verletzt worden. Syrische und afghanische Flüchtlinge seien am späten Montagabend außerhalb des Lagers in der Stadt Vathy in einen Streit geraten, teilte die Polizei gestern mit. Nach dem Vorfall brach ein Feuer außerhalb des Flüchtlingslagers aus, das hunderte Menschen ihrer Unterkunft beraubte. Nach Angaben des UNHCR wurden 30 Zelte zerstört, die 600 Personen hätten aufnehmen können.

Rund eine Woche nach einem Flüchtlingsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa ist das Wrack mit mehreren Leichen gefunden worden. Ein Unterwasserroboter habe das Wrack mit zwölf Toten aufgespürt, berichteten italienische Nachrichtenagenturen am Dienstagabendt. Darunter sei eine junge Mutter mit ihrem kleinen Kind gewesen, die sich umarmten. Weitere Leichen könnten auf dem Meeresgrund liegen, sagte Staatsanwalt Salvatore Vella. Das Schiff war am Montag vor einer Woche vor Lampedusa gesunken.

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