Am Samstag war Annegret Kramp-Karrenbauer noch auf dem CSU-Parteitag in München zu Gast. Am Sonntag dann traf sie Markus Söder und Alexander Dobrindt beim Koalitionsgipfel in Berlin – doch ihren Vorstoß für eine Sicherheitszone in Nordsyrien stimmte die Bundesverteidigungsministerin mit niemandem in der Schwesterpartei ab. CSU-Chef Markus Söder sei nicht vorab informiert gewesen, hieß es gestern aus Parteikreisen. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt sagte in Berlin, er sei erst nach den TV-Interviews der Ministerin am Vorabend informiert worden.
Dobrindt verteidigte das Vorgehen der CDU-Chefin. „Ich habe nicht die Erwartungshaltung, vor der Medienoffensive informiert worden zu sein“, sagte er. Er sehe aber „keinen Anlass, da Kritik zu äußern“, sagte Dobrindt. Es gebe allerdings noch viel Klärungsbedarf.