Washington – Nach dem Abzug ihrer Truppen aus Nordsyrien haben die USA überraschend angekündigt, zusätzliche Militärkräfte in den Osten des Landes zu schicken. Dadurch solle verhindert werden, dass die Ölfelder in der Region wieder in die Hände der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) fallen, erklärte ein Pentagon-Vertreter.
„Die USA sind entschlossen, ihre Position in Nordostsyrien zu stärken, in Abstimmung mit unseren Partnern der SDF“, sagte der Pentagon-Vertreter mit Blick auf die kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Die Einnahme der Ölfelder sei ein großer Erfolg im Kampf gegen die IS-Miliz gewesen. Es müsse sichergestellt werden, dass die IS-Miliz nicht wieder Zugang zu dem Öl als Finanzierungsquelle gewinne. Das US-Magazin „Newsweek“ berichtete nun, das Pentagon plane die Entsendung von 30 Abrams-Kampfpanzern zum Schutz der Ölfelder vor der IS-Miliz sowie der syrischen Armee und pro-iranischer Milizen. Die Stationierung von Kampfpanzern würde eine deutliche Ausweitung der US-Kampfkraft in der Region bedeuten.