Blauer Abschied

von Redaktion

Petry-Partei löst sich zum Jahresende auf

Dresden – Nach Wahlschlappen in Sachsen und Thüringen will sich die Blaue Partei der früheren AfD-Chefin Frauke Petry bis Jahresende auflösen. „Unser freiheitlich-konservatives Politikangebot ist sowohl in Sachsen als auch in Thüringen vom Wähler klar abgelehnt worden. Es ist daher konsequent, wenn auch schmerzlich, unser Projekt an dieser Stelle zu beenden“, sagte Petry in Dresden. Die Auflösung sei am Wochenende auf einem Parteitag beschlossen worden.

Für sie persönlich ergebe sich daraus mittelfristig der Abschied aus der aktiven Politik. Petry, die auch Partei- und Fraktionschefin bei der AfD in Sachsen war, hatte ihrer Partei unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 den Rücken gekehrt und später die Blaue Partei gegründet. Bei der Wahl in Sachsen am 1. September bekamen die „Blauen“ nur 0,4 Prozent der Zweitstimmen, in Thüringen 0,1 Prozent. Laut „Bild“ will Petry ihr Bundestagsmandat bis 2021 behalten: „Danach war es das für mich.“

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