Rom – Im siebten Jahr seines Pontifikats dürfte sich der Papst an Anfeindungen gewöhnt haben. Doch die neuen Vorwürfe, die rund hundert Theologen, Bischöfe und Laien in einem Brandbrief gegen das Kirchenoberhaupt erheben, sind starker Tobak. In ihrem Schreiben werfen die Verfasser dem Pontifex „Götzendienst“ und „Verbreitung von Irrlehren“ vor.
Ein Stein des Anstoßes: Bei einer Gebetsvigil in den Vatikanischen Gärten hatten Ureinwohner eine Holzstatue der „Pachamama“ (Mutter Erde) verehrt und sich vor ihr niedergeworfen. Mit seiner Anwesenheit habe der Papst diesen „Götzendienst unweit des Petrusgrabs“ geadelt und somit ein „Sakrileg“ begangen. Die indigene Figur wurde später von konservativen Aktivisten aus einer Kirche unweit des Vatikans entwendet und in den Tiber geworfen. Der Papst entschuldigte sich bei den Ureinwohnern.
Schelte erfährt Franziskus auch für seine Annäherung an andere Weltreligionen; diese könne man „nicht als gleichwertig“ ansehen. Der Papst befinde sich „im Zustand schwerer Sünde“, schreiben die Autoren, darunter die Kardinäle Raymond Burke und der Deutsche Walter Brandmüller. mf