Oettinger will VDA-Chef werden

von Redaktion

München – Der scheidende EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) will offenbar Cheflobbyist der deutschen Autohersteller werden. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete am Donnerstag, Oettinger stehe mit dem Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) im Gespräch. Das „Handelsblatt“ vermeldete unter Berufung auf Branchenkreise, der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg habe gegenüber Vorständen der Industrie Interesse am Amt des VDA-Chefs bekundet. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung ist der 66-Jährige einer von zwei verbliebenen Kandidaten auf den Posten.

Nachdem Bernhard Mattes im Sommer seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hatte, war auch Oettinger als Nachfolger im Gespräch. Doch zunächst galt Sigmar Gabriel als aussichtsreichster Kandidat für den VDA-Vorsitz. Nach der Absage des früheren SPD-Chefs und Bundeswirtschaftsministers rückte die frühere Staatsministerin im Kanzleramt Hildegard Müller (CDU) in die Favoritenrolle. Zwischen ihr und Oettinger will sich der VDA wohl entscheiden. Laut Handelsblatt bräuchte Oettinger nach dem Ausscheiden aus der EU-Kommission eine Sondererlaubnis der neuen Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen (CDU), um direkt in die Wirtschaft zu wechseln.

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