Tel Aviv/Gaza – Nach zwei Tagen heftiger Konfrontationen haben sich Israel und der Islamische Dschihad nach Angaben der Extremistenorganisation im Gazastreifen auf eine Waffenruhe geeinigt. Diese habe am Donnerstagmorgen begonnen und sei durch Ägypten vermittelt worden, teilte ein Sprecher mit. Man fühle sich der Vereinbarung verpflichtet und wolle die Ruhe wiederherstellen. Trotzdem feuerten militante Palästinenser bis zum Abend nach Armeeangaben noch vereinzelt Raketen nach Israel ab.
Die militanten Palästinenser hatten seit Dienstagmorgen etwa 450 Raketen Richtung Israel geschossen, nachdem in der Nacht zum Dienstag ihr Militärchef Baha Abu Al Ata bei einem gezielten israelischen Angriff getötet wurde. In Israel gab es dutzende Verletzte. Die Zahl der getöteten Palästinenser durch israelische Luftangriffe stieg am Donnerstag auf 34. Die meisten davon waren nach palästinensischen Quellen Militante.
Israels Regierung hat die Waffenruhe nicht offiziell bestätigt, doch ein Armeesprecher sagte: „Wir wurden informiert, dass es eine Waffenruhe gibt, nach meinem Verständnis war Ägypten von höchster Bedeutung bei den Verhandlungen.“
Der Islamische Dschihad wird von EU und USA als Terrororganisation eingestuft. Er wird vom Iran finanziert und hat sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben. dpa