Hongkong – Am Rande der anhaltenden regierungskritischen Proteste in Hongkong hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Wie die Behörden mitteilten, erlag ein 70-jähriger Mann seiner schweren Verletzung.
Lokale Medien berichteten, dass der Mann am Mittwoch in einer Auseinandersetzung zwischen Anti-Regierungsdemonstranten und Anwohnern von einem Pflasterstein am Kopf getroffen worden war. Der 70-Jährige hatte demnach mit anderen versucht, von Demonstranten zur Blockade ausgelegte Steine von der Straße zu räumen. In anderen Berichten hieß es, er habe auch Videos und Fotos gemacht. Die Polizei stufte die Tat als Mord ein.
Auf einem Video des tödlichen Vorfalls ist zu erkennen, wie sich schwarz gekleidete Demonstranten und eine andere Gruppe mit Steinen und anderen Objekten bewerfen. Der Mann wird von einem Objekt getroffen und fällt zu Boden.
Die britische Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlichen Angriffs von Demonstranten auf Hongkongs Justizministerin in London. Teresa Cheng Yeuk-wah sei von Dutzenden China-Gegnern und Unabhängigkeitsbefürwortern umringt und attackiert worden, teilte die chinesische Botschaft in London am Freitag mit.
Nach einem „Bild“-Bericht sind in Hongkong zwei Deutsche festgenommen worden. Das Auswärtige Amt habe die Festnahmen bestätigt, hieß es. Dieses teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit: „Unser Generalkonsulat in Hongkong betreut zwei deutsche Staatsangehörige konsularisch und steht im Kontakt zu deren Rechtsanwalt sowie den Behörden vor Ort.“ Dem Bericht zufolge soll es sich bei den beiden Deutschen um Austauschstudenten einer Kunsthochschule handeln.
Die seit mehr als fünf Monaten anhaltenden Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungsregion richten sich gegen die Regierung: Die Demonstranten kritisieren unter anderem den wachsenden Einfluss Chinas auf die ehemalige Kronkolonie.