München – Mit dem Abschluss der Haushaltsberatung im Bundestag ist es final: Künftig richtet eine Stiftung die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) aus. Die gemeinnützige GmbH des Konferenzchefs Wolfgang Ischinger wird in die Stiftung überführt. Der Bund, das ist nun fix, beteiligt sich mit einer Zustiftung von zwei Millionen Euro, auch der Freistaat hat bereits eine Zustiftung in Höhe von einer Million bewilligt.
„Ich bin sowohl der Bundes- als auch der Staatsregierung sehr dankbar“, sagte Ischinger unserer Zeitung. „Damit ist der Fortbestand der MSC auch für die Zukunft dauerhaft gesichert – als unabhängige, privat organisierte Veranstaltung. Damit bleibt sie für alle internationalen Strömungen attraktiv.“
Seit der inzwischen 73-Jährige die Konferenz 2008 übernahm, hat sich die Organisation gewaltig verändert. „Unsere Aktivitäten haben sich rasant ausgedehnt – nicht nur was die Zahl der Teilnehmer angeht, sondern auch was die Zahl der Veranstaltungen angeht.“ Ende Oktober gab es eine Doppelkonferenz: erst in Kairo, dann in Doha. In der kommenden Woche plant man parallel zum Nato-Gipfel in London eine Zusammenkunft mit 600 Teilnehmern. Und im Dezember ist ein Treffen auf Schloss Elmau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) in Vorbereitung. Für all das braucht man Personal: Aus einer Handvoll von Teilzeitmitarbeitern wuchs eine Mannschaft von über 40 fest angestellten Mitarbeitern an den Standorten München und Berlin. Das Budget, damals eine halbe Million Euro, liegt heute 20 Mal höher.
Bei der Münchner Konferenz hat das Wachstum nun aber ein Ende. „Wir haben die Grenzen des Möglichen nicht erst letztes Jahr überschritten“, sagt Ischinger mit Blick auf die engen Kapazitäten im Bayerischen Hof. „2018 sind wir sogar ein wenig überrollt worden: Es gab Erfahrungswerte, dass von 100 eingeladenen Ministern am Ende etwa 60 zusagen. Im vergangenen Jahr haben dann plötzlich fast alle zugesagt.“ Eigentlich sei das ja positiv. „Wir sind hier ein bisschen Opfer des eigenen Erfolgs.“ Trotzdem werde man die Zahl der Einladungen reduzieren müssen. Ischinger: „Wir wollen uns auf die aktuellen Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft konzentrieren.“ mik