Brüssel – Telefonate mit Partnern in aller Welt, eine kurze Zeremonie, die politische Botschaft eines starken Europas: Ursula von der Leyen ist am Sonntag in ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Kommission gestartet. Der Tag war nur ein Warmlaufen für ihre ersten großen Auftritte auf internationaler Bühne: Heute will von der Leyen bei der Weltklimakonferenz in Madrid ihr Topthema eines „Green Deal“ präsentieren und für Europa eine Führungsrolle im Kampf gegen die Erderwärmung reklamieren. Am Freitag bricht sie auf zur ersten Dienstreise nach Afrika. Die 61 Jahre alte CDU-Politikerin steht schon seit ihrer Wahl im Juli in den Startlöchern, doch ihr Team mit 26 Kommissaren hatte erst vorige Woche mit der Bestätigung im Europaparlament die letzte Hürde genommen – wegen Stolpersteinen bei der Nominierung dreier Kommissare einen Monat später als vorgesehen. Jetzt hat von der Leyen im fliegenden Wechsel vom Luxemburger Jean-Claude Juncker übernommen. In den kommenden Wochen steht die Finanzplanung für die Jahre 2021 bis 2027 an. Für von der Leyen hängt viel davon ab, wie viel Geld ihr zur Verfügung steht.