Uxbridge – Der britische Premierminister Boris Johnson muss bei der Parlamentswahl am 12. Dezember möglicherweise um sein Mandat bangen. Darauf hoffen zumindest Initiativen wie „Kick Boris Out“ oder „Boot Boris Out“. Die Aktivisten arbeiten daran, genügend Wähler zu mobilisieren, um Johnson sein Mandat im Wahlkreis Uxbridge and Southern Ruislip streitig zu machen. Der konservative Politiker gewann bei der vergangenen Wahl 2017 nur mit einer knappen Mehrheit von rund 5000 Stimmen.
In einem offenen Brief wandten sich Dutzende proeuropäische Organisationen an die Chefin der britischen Liberaldemokraten. Sie forderten Jo Swinson auf, ihre Kandidatin für den Wahlkreis zurückzuziehen und Labour zu unterstützen. Im Gegenzug sollten die Sozialdemokraten nicht mehr im Wahlkreis von Außenminister Dominic Raab antreten. Dort haben die Liberaldemokraten Chancen auf Erfolg.
Johnsons Konservative liegen in den Umfragen weit vor Labour. Sollte Johnson sein Mandat tatsächlich verlieren, wäre der BBC zufolge ein sofortiger Rücktritt nicht zwingend. Johnson könnte versuchen, über eine Nachwahl doch noch ins Parlament zu kommen.