Bahnreisende kennen das: Der Zug ist total überfüllt, alle Sitzplätze sind besetzt – bleibt nur, sich auf den Boden zu hocken. Dort fand sich am Samstag auch Klimaaktivistin Greta Thunberg wieder. Aus dem ICE 74 Zürich-Kiel twitterte ihr Team ein Foto. Es zeigt Thunberg umringt von viel Gepäck auf dem Boden sitzend. Sie selbst schrieb dazu, sie sei unterwegs „in überfüllten Zügen durch Deutschland“ – und endlich auf dem Heimweg nach Stockholm. Die Bahn reagierte empfindlich auf das Foto: „Wir haben uns gefreut, dass Du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst.“ Und dann: „Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist.“ Auf Nachfrage musste die Bahn einräumen, den Sitzplatz habe die Klimaaktivistin zwischen Kassel und Hamburg gehabt – also nicht auf der ganzen Strecke. Warum nur dort? Das wiederum beantwortete Greta Thunberg: Ihr Zug von Basel aus sei ausgefallen, weshalb sie im Anschluss in zwei verschiedenen Zügen auf dem Boden gesessen habe. Aber überfüllte Züge seien ja ein gutes Zeichen. Es zeige, dass die Nachfrage nach Bahnreisen groß sei. dw