Washington – Im bevorstehenden Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump wollen die Demokraten Zeugen aus dessen engstem Umfeld zur Ukraine-Affäre befragen. Unter anderem soll der amtierende Stabschef des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, vorgeladen werden, wie der demokratische Senator Chuck Schumer in einem Brief an den republikanischen Mehrheitsführer Mitch McConnell vorschlug. Auch der frühere Sicherheitsberater John Bolton solle befragt werden.
Darüber hinaus forderte Schumer Vorladungen von Mulvaneys engem Berater Robert Blair und dem ranghohen Mitarbeiter der Etat-Abteilung im Weißen Haus, Michael Duffey. Alle vier sollten eigentlich bereits bei den Ermittlungen des US-Repräsentantenhauses zum Amtsenthebungsverfahren befragt werden, waren aber nicht erschienen.
Das von den Demokraten beherrschte Repräsentantenhaus soll am Mittwoch zusammenkommen, um die vom Justizausschuss verabschiedeten Anklagepunkte gegen Trump abzusegnen. Damit wäre dann das Im- peachment-Verfahren gegen den Präsidenten eingeleitet.
Das eigentliche Verfahren findet dann im Senat statt. Schumer schlug in seinem Brief an McConnell vor, dass es in der Woche ab dem 6. Januar beginnen soll. Mehrere einflussreiche republikanische Senatoren stellten sich hinter den Präsidenten. afp