London – Das Brexit-Gesetz des britischen Regierungschefs Boris Johnson hat im neu gewählten Parlament eine erste Hürde genommen. Die Abgeordneten votierten am Freitag mit 358 zu 234 Stimmen für den von Johnson vorgelegten Gesetzestext zum Austrittsvertrag mit der Europäischen Union. Die konservativen Tories des Premierministers verfügen seit der vorgezogenen Neuwahl in der vergangenen Woche über eine komfortable Mehrheit von 365 der 650 Sitze im Parlament. Johnson, der im Wahlkampf pausenlos für einen schnellen EU-Austritt geworben hatte, lobte das Brexit-Gesetz als einen Wendepunkt der „nationalen Geschichte“. Es sei nun Zeit, „mit neuem Vertrauen in unser nationales Schicksal gemeinsam zu handeln“. Er drängte das Parlament, das Gerangel um den Brexit zu beenden. Die Schlussabstimmung im Unterhaus soll am 9. Januar folgen.