Seoul – Im Streit mit den USA um sein Atomwaffenprogramm sieht sich Nordkorea nicht mehr an sein Moratorium für Tests von Atombomben und Interkontinentalraketen gebunden. Es gebe keinen Grund, „länger einseitig an die Verpflichtungen gebunden zu sein“, erklärte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zum Abschluss einer viertägigen Sitzung des Zentralkomitees der Arbeiterpartei. Die Welt werde zudem in naher Zukunft eine „neue strategische Waffe“ im Besitz seines Landes erleben. Die kommunistische Führung hatte bereits gedroht, falls Washington in ihren Atomgesprächen keine Zugeständnisse mache, werde man einen neuen Weg einschlagen.
Die Schuld für den Stillstand gab Kim den USA, die er für ihr Festhalten an den Sanktionen kritisierte. Nordkorea hatte den USA einseitig eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. Jetzt drohte Kim mit „einer schockierenden effektiven Aktion, um sie (die USA) für das Leid zahlen zu lassen, das unsere Bürger bisher ertrugen“. Konkret wurde er nicht. dpa