PRESSESTIMMEN
„Das würde (dem getöteten General) Soleimani posthum einen Sieg bescheren und den Irak der Herrschaft des Regimes in Teheran, seiner Revolutionären Garde und seiner unbarmherzigen Schergen ausliefern. Zudem würde ein erniedrigender Zwangsrückzug der USA und ihrer Verbündeten dem Kampf gegen den IS schaden. Jetzt zum Notausgang zu rasen, würde bedeuten, jegliche Verantwortung für eine turbulente Region drei Störenfrieden zu überlassen: Türkei, Russland und vor allem Iran.“
„Mit Soleimanis Beseitigung haben die USA zwar ihre militärische Macht demonstriert, aber eine solche Aktion vermag das Fehlen einer überzeugenden Strategie nicht zu überdecken. Dass das Weiße Haus die Folgen sorgfältig bedacht hat, darf bezweifelt werden. Denn während der militärische Nutzen der Eliminierung dieses Generals fraglich ist, sind die politischen Kosten absehbar hoch.“
„Hinter der mühsamen Kommunikation der Regierung, die behauptet, neue ,Abstimmungen‘ (mit den Sozialpartnern) zu eröffnen, plant die Exekutive keine wesentlichen Zugeständnisse. Doch Macron, der durch die ,Gelbwesten‘ bereits geschwächt wurde, könnte sich dieses Mal die Zähne ausbeißen.“