Nahost-Krise zwingt Airlines zum Umplanen

von Redaktion

Der Angriff des Iran auf US-Soldaten im Irak stellt den Luftverkehr zwischen Europa, Indien und Australien vor neue Herausforderungen. Fluggesellschaften wie die Lufthansa und die französisch-niederländische Air France-KLM umfliegen seit gestern sicherheitshalber die Region. Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagte Airlines aus ihrer Heimat, überhaupt noch über Irak, Iran, den Persischen Golf und den Golf von Oman zu fliegen. Wie stark sich die neue Lage auf Passagiere und Fluggesellschaften auswirkt, bleibt aber noch abzuwarten.

So strich die Lufthansa zunächst nur einen geplanten Flug von Frankfurt in die iranische Hauptstadt Teheran. Ab heute sollen die Flüge dorthin wieder aufgenommen werden, sagte ein Sprecher. Allerdings meidet die Airline sonst weiterhin den dortigen Luftraum. „Wir überfliegen derzeit weder Iran noch Irak.“ Die Kernmarke Lufthansa müsse dazu nur etwa eine Handvoll Flüge pro Tag umplanen – nämlich auf Strecken nach Indien. Die österreichische Tochter Austrian sagte einen Flug von Wien nach Erbil im Irak ab.

Der deutsche Ferienflieger Condor und die Airlines des Reisekonzerns Tui sehen sich von der Umplanung nur leicht betroffen. Condor nehme auf den Verbindungen nach Kuala Lumpur und auf die Malediven jetzt Routen nördlich und südlich um Iran und Irak herum, sagte eine Sprecherin. Tui müsse Maschinen nur auf dem Weg ins indische Goa umsteuern, sagte ein Sprecher der deutschen Flugtochter Tuifly. Zudem gebe es gelegentliche Charterflüge nach Abu Dhabi, bei denen die Flugzeuge nun einen Zwischenstopp einlegen müssten.

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