US-Truppenübungsplatz soll langfristig bleiben

von Redaktion

Schwandorf – Der Truppenübungsplatz des US-Militärs in Grafenwöhr soll langfristig weiter bestehen. Das sagte Meghan Gregonis, Generalkonsulin der Vereinigten Staaten, auf der Klausur der Landtagsfraktion der Freien Wähler (FW) in Schwandorf. „Die amerikanische Militärpräsenz in der Oberpfalz wird dauerhaft stark bleiben. Sie spielt eine unersetzbare Rolle in der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und allen Nato-Bündnispartnern, um die aktuellen Bedrohungen zu bekämpfen.“

Der Truppenübungsplatz in der Nähe der Stadt Grafenwöhr ist der größte und modernste US-Truppenübungsplatz in Europa. Auf einer Fläche größer als Nürnberg trainieren mehr als 10 000 Soldaten. 3000 zivile Mitarbeiter aus der Gegend verdienen dort ihren Lebensunterhalt.

Die wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Truppen abzuziehen, hätten die Menschen verunsichert, sagt Joachim Hanisch, Kommunal-Sprecher der Fraktion. Der Truppenübungsplatz sei wichtig für den Wohlstand der Gegend. „Da hängen jede Menge Arbeitsplätze dran.“ Von deren Sicherheit ist Hanisch nun überzeugt. Er wertet Gregonis’ Aussagen als „klares Bekenntnis zu den Standorten in Bayern“. Der Kommandeur des Übungsplatzes, Joseph Hilbert, habe außerdem neue Investitionen zugesichert, die die langfristigen Absichten der USA bewiesen. Gregonis verwies zudem auf Umfragen, wonach die Mehrheit der Deutschen die Erfüllung der Nato-Verpflichtungen unterstütze „und die transatlantische Sicherheitspartnerschaft befürwortet“.

Auf der Klausur forderten die Freien Wähler zudem kostenlose ÖPNV-Tickets für bayerische Ehrenamtler. Mit kostenlosen Fahrten für Blaulichtgruppen – zum Beispiel Feuerwehr und BRK – wollen die Abgeordneten den Rückgang der ehrenamtlich Tätigen ausgleichen. Dies sei dringend nötig, weil sonst „viele essenzielle Stellen, unbesetzt bleiben“, heißt es in einer Resolution.  mas

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