Brüssel – Die EU-Kommission will ab 2021 den Kohleausstieg in deutschen Regionen mit bis zu 877 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln fördern. Laut der Nachrichtenagentur AFP ist dies der zweithöchste Betrag aus dem geplanten „Fonds für einen gerechten Übergang“. Der größte Anteil ist demnach für Polen mit zwei Milliarden Euro reserviert, obwohl Warschau das EU-Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 bisher nicht mitträgt.
Die Kommission hatte den Übergangsfonds am Dienstag im Rahmen ihrer „Green Deal“-Initiative vorgestellt, die Europa bis 2050 klimaneutral machen soll. Gefördert werden sollen in bisherigen Kohleregionen unter anderem die Umschulung von Arbeitnehmern, Investitionen in die Ansiedlung neuer Firmen und die Renovierung von Gebäuden.
An neuen EU-Mitteln sind dabei nur 7,5 Milliarden Euro vorgesehen, auf die sich die jetzt veröffentlichten Zahlen beziehen. Hauptkriterium bei der Vergabe sind die Höhe der Treibhausgasemission in den Regionen und die Zahl der dort vom Ausstieg betroffenen Arbeitsplätze. afp