Halle/Erfurt – Das Büro des schwarzen SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby in Halle ist angegriffen worden. Ein Polizeisprecher berichtete gestern von Einschusslöchern an der Scheibe des Bürgerbüros; ein Mitarbeiter Diabys sprach von fünf großen Löchern. Der SPD-Mann selbst machte die Tat via Twitter publik: „Eine Büroscheibe mit meinem Konterfei weist mehrere Einschusslöcher auf.“
SPD-Chefin Saskia Esken erklärte, sie sei „ehrlich geschockt, zu welchen Mitteln feige Kriminelle greifen, um Andersdenkende einzuschüchtern“. Außenminister Heiko Maas (SPD) nannte den Vorfall „widerlich und feige“. Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verurteilten den Angriff.
In Erfurt ereignete sich ein weiterer Vorfall. Der Thüringer Landtag musste teilweise gesperrt werden – wegen einer Postsendung an AfD-Fraktionschef Björn Höcke. In der Sendung sei eine verdächtige Substanz gefunden worden. Welche, das war unklar. dpa