zur Organspende

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Die deutsche Entscheidung hat europaweit Auswirkungen, denn das medizinisch hoch technisierte Land, das Transplantationen durchführen kann, muss sich die Organe aus anderen Ländern holen. Die deutsche Organknappheit hat schon in der Vergangenheit zur unappetitlichen Diskussion über Zuteilungen geführt. Die Hauptleidtragenden sind die zahllosen Kranken auf den Wartelisten. Es wäre eine Aufgabe der deutschen Politik gewesen, sich vor diese schwächsten Glieder der Gesellschaft zu stellen. Diese historische Chance wurde vergeben.“

Der Standard, Wien

„Es (das Thema) ist eines, das zu Argumenten zwingt und zum Respekt für die Meinung des Andersdenkenden. So ein ziviler Streit wirkt Wunder für die Demokratie. Solche Debatten versöhnen eine murrende Gesellschaft wieder mit der Politik und ihren Akteuren, gerade auch, wenn sie von Politikern angestoßen werden, die dabei eine Niederlage in Kauf nehmen – in diesem Fall von Gesundheitsminister Jens Spahn.“

Märkische Oderzeitung

„Nun bleibt es beim bisherigen Prinzip, wonach die Bereitschaft zur Organspende der ausdrücklichen Zustimmung bedarf. Es soll aber häufiger und systematisch daran erinnert werden. Das ist gut so. Alles andere wäre eine Zumutung gewesen.“

Stuttgarter Zeitung

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