CSU sieht Grüne als Hauptgegner

von Redaktion

Kommunalwahl: Viele Entscheidungen wohl erst Ende März

München – Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die CSU rechnet mit einer Rekordzahl an Stichwahlen für Bürgermeister- und Landratsposten. Man brauche „zweimal Luft“, sagte Parteichef Markus Söder am Rande des CSU-Vorstands. Auch in den Großstädten rechnet die Partei nirgends mit einer Oberbürgermeister-Entscheidung bereits am 15. März, sondern erst zwei Wochen später.

Als Hauptgegner macht die CSU erstmals nicht mehr die SPD aus, sondern die Grünen in den Städten und die Freien Wähler auf dem Land. Die SPD kämpft seit Jahren bei allen Wahlen in Bayern gegen einen extremen Bedeutungsverlust. Im Landtag ist sie – weit hinter den Grünen – nur noch eine kleine Oppositionsfraktion.

Söder bemühte sich, die Erwartungen für die Kommunalwahl in den Städten zu dämpfen. Dort gebe es „enormen Zuzug und Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur“. In München habe die CSU seit Strauß’ Zeiten nur einmal den Oberbürgermeister gestellt. Als Wahlziel formulierte er nur das Erreichen der Stichwahl und eine größere Rolle im Stadtrat. Derzeit wird die Stadt von SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter regiert, im Stadtrat von der CSU unterstützt.

Für die CSU treten laut Generalsekretär Markus Blume bayernweit am 15. März mehr als 40 300 Kandidaten an. „Wir sind die einzige flächendeckende Kraft auf allen Ebenen“, sagte Blume. Keine Wahl bewege die CSU so in allen Verästelungen.  cd/lby

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